RARE Berlin 2026 und meine Angst vor Englisch
Am letzten Samstag war ich in Berlin zur RARE. Damit habe ich mich weit aus meiner Komfortzone herausgewagt. Nicht wegen der Bücher und Autoren, sondern wegen meinem Englisch. Aber wie man sieht, ich habe es überlebt.
Mein Einführungssatz lautete meistens My englisch is a little bit rusty und die Erwiderung lautete meistens My german ist not existent. Und schon waren wir mitten im Gespräch. Ich bin froh, es gewagt zu haben und fand es am Ende gar nicht so schwer. Obwohl ein Großteil meiner Erschöpfung durch das ungewohnte Sprechen in englisch hervorgerufen wurde. Ich war am Abend wirklich sehr müde. Aber es hat sich wirklich gelohnt.
Wie durch Zauberhand wanderte ein Buch nach dem anderen in meine Tasche. Ich gebe eindeutig den Verantwortlichen der RARE die Schuld. Warum mussten sie mir auch so eine perfekte Tasche geben. Und wenn da dann schon drei Bücher drin waren, kann jeder verstehen, warum die weiteren auch hinein wollten.
My english is a little bit rusty
Meine erste Autorin und die Feuertaufe für mich und my rusty englisch war Sarah Williams. Sie kam den weiten Weg aus Australien bis zur RARE nach Berlin und hatte zauberhafte Bücher im Gepäck. Cowboys im australischen Outback. Habe ich schon lange nicht mehr gelesen und ich freue mich schon sehr darauf. Dear Sarah, it was my pleasure to meet you.
Das erste Gespräch hat mir die Ruhe gegeben, mich ins Getümmel zu stürzen. Ich bin von Autor zu Autor gewandert und habe jede Menge neue Geschichten entdeckt und natürlich auch neue Autoren. Bisher kannte ich höchstens eine Handvoll von ihnen. Zwischen den einzelnen Büchern kramte mein Hirn auch viele neue englische Worte aus. Plötzlich war reden kein Problem mehr und es brachte mich ins Stocken, wenn plötzlich jemand deutsch mit mir sprach.
17 Bücher später
Nach einer Stunde brauchte ich eine Pause und was soll ich sagen, in meiner Tasche hatten es sich bis dahin schon 10 Bücher bequem gemacht. Bis zum Ende sollten es dann 17 werden. 17 wundervolle, aber sehr schwere Bücher.
Ich freue mich schon darauf, sie alle zu lesen. Der neue Sch… scheinen Werwölfe zu sein, was mir sehr entgegenkommt, ich liebe Werwölfe. Ich bin also eine ganze Weile damit eingedeckt und werde berichten. Bisher habe ich meine englischen Bücher immer nicht auf dem Blog rezensiert, das sollte ich wohl ändern. Muss ich das dann in englisch machen? (Hier ein hilfloses Gesicht vorstellen)
Das war meine zweite RARE in Berlin. Vor „ich weiß nicht mehr wie viel“ Jahren war die RARE schon einmal in Berlin. Ich war damals mit einer Bloggerfreundin dort und kann mich erinnern, dass mich viele viele Bücher nach Hause begleitet hatten. Ich hoffe, dass es nicht das letzte Mal war und die RARE regelmäßig Berlin besucht.
Warum die Organisation der RARE so gut war
An dieser Stelle muss ich dem Orga-Team ein ganz großes Lob aussprechen. Es war perfekt. Im Vorfeld gab es regelmäßig alle wichtigen Informationen per Mail oder auch in der entsprechenden Gruppe auf Facebook oder auf Instagram. Die Liste der teilnehmenden Autoren war rechtzeitig bekannt und sie haben sich auch selbst auf den sozialen Medien vorgestellt. Am Veranstaltungsort selbst war auch alles bestens organisiert. Die Garderobe, die Snacks, der Kaffee, die Veranstaltung selbst. Es wurde auch vorher angekündigt, wann welche Autoren in die Mittagspause gehen. Darauf konnte man sich dann einrichten. Der entsprechende Bereich wurde dann mit Absperrband gesperrt und von Sicherheitsleuten bewacht.
Es gab auch immer irgendwo einen Ansprechpartner. Am Eingang wurde gefragt, wer deutsch und englisch spricht. Derjenige bekam dann einen Pin, damit es für jeden ersichtlich war. Auch die Autoren, bei denen ein großer Andrang vermutet wurde, haben eine spezielle Regelung bekommen. Es gab bunte Bändchen und eine Nummer. Man konnte also gemütlich herumschlendern bis seine Nummer dran war und musste nicht so lange in der Schlange warten.
Besucher mit System statt Koffer-Chaos
Was mich auch sehr gefreut hat, war die Vorbereitung der Besucherinnen. Ich kenne das ja von Buchmessen, man druckt sich den Lageplan aus und eine Liste mit den Autoren, die man gerne sehen möchte. Ein Problem ist immer der Koffer oder der Rolli, gerade in Leipzig zur Buchmesse. Dort stehen sie einem ständig im Weg oder man fällt darüber. Das ist echt nervig. Auf der Rare Berlin gab es fast einen einheitlichen Look. Der Favorit schien eine kleine quadratische Klappbox auf Rädern zu sein. Sie wurde nahe am Körper geführt und störte die anderen Besucher nicht.
Ich hoffe, die RARE kommt wieder nach Berlin
Ich hoffe, ihr hört aus meinen Worten, wie sehr ich meinen Besuch auf der RARE in Berlin genossen habe. Vielleicht war der eine oder andere von euch auch da. Dann lasst hören, wie es euch gefallen hat.
Meine nächste Buchmesse, auf der ihr mich treffen könnt, ist am 6. September in Fürstenwalde. Ich bin schon neugierig. Mein Ticket habe ich heute gekauft. Wen sehe ich da?
