Loveletterconvention, oder 3 Bloggermädels in Berlin

Knapp einen Monat ist sie schon her, da wird es wohl langsam Zeit für meinen Bericht. Keine Ausreden mehr. Keine Entschuldigungen. Hier ist er also, mein LLC-Bericht:

3 Blogger in Berlin

Brina, Nicole und meine Wenigkeit haben beschlossen, den Feiertag zu nutzen und ein bisschen Sightseeing in Berlin zu machen. Donnerstag reisten wir also alle 3 an. Ratet mal, wer als Letzte ankam. Ich! Hi. Hi. Ja, die mit dem kürzesten Weg.

Also, alle mal gedrückt und ab mit den Mädchen in die Mädchenkammer. Das war nämlich unsere Unterkunft. Nicole hat es sich gleich auf dem Doppelstockbett bequem gemacht, also unten, oben wurde als Ablagefläche missbraucht. Brina und ich teilten uns ganz brav das Doppelbett. Obwohl böse Zungen ja behaupten, ich hätte mit ihr gekuschelt. Tss. Tss. So entstehen Gerüchte.

3 Blogger auf Irrwegen

Der erste Weg führte uns zum Potsdamer Platz – eigentlich. Das viele Gerede über Eis hat uns dann doch erst in Richtung „eisspatz“ geführt. Brina hat uns so davon vorgeschwärmt, wir mussten es probieren. Ich kann nur sagen, mega lecker. Hausgemachtes Eis ist eben immer was Besonderes. Minze und Erdbeer-Basilikum. Ich schmecke es immer noch.

Dann sollte es weitergehen zum Potsdamer Platz. Ihr ahnt es sicher schon. Wir sind wieder woanders gelandet. Am Brandenburger Tor. Brina wollte unbedingt ein Foto und in Berlin ist das Brandenburger Tor ja eh ein Muss, also auch für uns Pflichtprogramm. Bombenwetter, tolle Begleitung, was will man mehr. Nach ausgiebigem Geknipse (mit 2 Hobbyfotografen an der Seite, entsteht nie ein Mangel an Fotos) und Rumgewitzel über die DSGVO, Besucher und teilweise leergeräumte Plätze zum Fotografieren, ging es dann wirklich zum Potsdamer Platz. Wenn ich gewusst hätte, was da auf mich wartet…

Wir wollten zum Panoramepunkt. Also ganz nach oben. Hatte ich schon erwähnt, dass ich so ein klitzekleines Problem mit OBEN habe? Oben ist ja eigentlich gar nicht so schlimm, aber man kann da runter gucken. Also nach unten. Wisst ihr, wie weit unten UNTEN ist? Gaaaanz gaaaanz weit.

Der schnellste Fahrstuhl Europas brachte uns nach oben. Bis hierhin war es gar nicht so schlimm. Die 1. Etage ging ja auch noch. Nicht so dicht an den Rand gehen, tapfer lächeln und Fotos machen. Klappte prima. Dann ging es aber nach oben. Also  noch weiter nach oben. Da hat mich dann doch etwas der Mut verlassen. Ich spürte das hin und her des Hauses. Bin eben ein Schisser. An Brinas Hand wurde ich dann aber mutig und es ging immer an der Wand lang. Einen kleinen Blick habe ich dann doch riskiert. Der Wahnsinn. Dieser Ausblick.

Nach einer Stärkung mit Currywurst und etwas, das ein Brötchen sein sollte, ging es weiter durch Berlin. Stellt euch einfach 3 Frauen, ein Handy und die Google Navigation vor. Ja, es war wirklich so, wie ihr jetzt alle denkt. Aber egal. War lustig. Unsere müden Füße führten uns dann geradewegs in eine Strandbar. Das hatten wir uns verdient.

Mein erstes Mal…

… Sushi. Den Abend ließen wir in einem Sushirestaurant ausklingen. Für Nicole und mich das erste Mal. Ich fand es eigentlich ganz lecker. Der Tellerturm vor mir wurde immer höher, womit wir schon wieder bei oben wären. Naja, ich konnte ja unten bleiben.

Dann hieß es ab ins Bett. Der Freitag war schon verplant.

Im Bett mit Robbie Williams

Nach einem schnellen Frühstück zog es uns zurück zum Brandenburger Tor. Madame Tussauds war angesagt. Wir trafen viele berühmte Leute und staunten über die Detailtreue. Irgendwo war erklärt, wie viele Sitzungen es brauchte, um die Figuren so exakt darzustellen. Aber ich habe es vergessen. Es waren jedenfalls viele. Das sah man den Figuren auch an.

Es wurde wieder ausgiebig fotografiert und gelacht. Es hat Spaß gemacht. Ich war von uns dreien die „nimm mal – halt mal“ Frau. Brina hat davon ein tolles Foto gemacht. Ich durfte sogar bei Günther Jauch auf dem Stuhl Platz nehmen und habe auch gewonnen. Meinen Fangirl-Moment hatte ich dann, als plötzlich Edward vor mir auftauchte. Gleich ein Foto gemacht und meiner Tochter geschickt. Dank meiner privaten Haus- und Hoffotografen gibt es davon jede Menge Fotos. Schaut mal hier:

Jetzt wollt ihr bestimmt endlich wissen, wie das mit Robbie Williams und dem Bett war. Nicole nannte ihn Schatz und die beiden kuschelten eine Runde. Brina zog es da eher zu George Clooney.

Nach dem Besuch des Holocaust-Denkmals und einer großen Sightseeing-Tour per Bus, ging es ab zum Inder. Dort fand das Familientreffen der LLC-Gruppe statt. Essen war toll. Cocktails lecker. Alles wie gehabt. Also konnte es zufrieden ins Bett gehen.

The same as every year

Der Samstag startete mit dem obligatorischen Frühstück im Placebo, Schlange stehen beim Einlass, neugieriges Auspacken der LLC-Taschen und dem Planen der nächsten Programmpunkte. Für mich hieß das, auf zur Lesung von „Wedding Project“ mit Johanna Danninger & Greta Milan. Die Lesung war echt lustig. Die Autorinnen hatten jeweils eine aufgeblasene Braut und einen aufgeblasenen Bräutgam an sich gebunden und lasen mit verteilten Rollen. Der Brüller war ja der Satz „Er kam nicht aufgepumpt rüber.“ Ein Blick zum Luftbalon und alles lachte.

Bei den Verlagsvorschauen von Montlake, Ravensburger und LYX holte ich mir Inspiration. Und ja, in meinem Bücherregal ist noch Platz für neue Bücher. Bei Ravensburger wurde eine Überraschung angekündigt. Ein Interview per Skype mit Elly Blake. Ihr „Fire & Frost“ zog mich magisch an und ich musste es kaufen.

Das erste Mal habe ich es auch geschafft, bei „Stadt, Land, Kuss“ dabeizusein. Es war mega lustig. Ein bisschen irritierend fand ich allerdings, dass ein Quallenbecken ein romantischer Ort für Mila Summers ist.

Den Abschluss bildete das Blogger get together. Tolle Gespräche, viele neue und alte Kontakte. Ein toller Abschluss. Anschließend ging es mit einigen wieder zum Italiener. Lecker. Ich glaube, das wird jetzt eine Tradition.

Dann hieß es nur noch ab ins Bett und wieder Energie für den Sonntag anschlafen.

Wenn es am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören

Der Sonntag begann wieder mit einem Frühstück im Placebo. Mittlerweile auch eine LLC-Tradition. Gestärkt konnten wir in den Tag starten, der diesmal sehr ruhig verlief. Mich haben nicht mehr viele Programmpunkte interessiert, also habe ich den Sonntag hauptsächlich mit quatschen im Garten verbracht. Auch gut. Das gehört dazu.

Das Wetter war super. Also brachte das Anstehen vor der Signierstunde nicht nur nette Gesellschaft und viele Hallos in alle Richtungen, sondern auch einen Sonnenbrand.

Mit neuen Eindrücken im Kopf und neuen Büchern im Gepäck (alle passten in meinen großen Koffer) ging es wieder nach Hause.

Mein Fazit

Ich liebe die LLC. Sie ist wirklich wie ein großes Familientreffen. Was die Organisation da jedes Mal leistet, ist der Wahnsinn. Ein ganz großes Dankeschön von mir.

Mein ganz persönliches LLC-Maskottchen ist ja Montana Drake. Meine erste LLC und ihre erste als Autorin. Seit dem hänge ich an ihr. Ich bin ihr ganz persönlicher Stalker, aber harmlos. Sie hatte ihr neues Buch für mich dabei. Freu. Freu. Freu. Bin schon ganz gespannt auf das nächste. Sie gehören mittlerweile zu meinem Pflichtprogramm. Aber ein schönes Pflichtprogramm.

Lustig fand ich auch, dass ich auf der LLC jemanden getroffen habe, mit dem ich mich im letzten Jahr über das Bulletjournal unterhalten habe. Wir haben uns dann auf Facebook in einer entsprechenden Gruppe wiedergefunden und standen in diesem Jahr gemeinsam Schlange. Aber ihren Namen habe ich schon wieder vergessen. Ich glaube, ich werde alt.

Ich freue mich schon auf das nächste Jahr. Die Mädchenkammer ist schon gebucht.

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