Love Letter – kann man das lesen?

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Ja, man kann. Nur leider jetzt nicht mehr. Die Antwort muss also lauten: „Ja, man konnte.“ Der LoveLetter wurde leider 2015 eingestellt. Ich habe die Zeitschrift mal ganz zufällig entdeckt und sie mir abonniert. Irgendwann bin ich dann auf eine Anzeige zur LoveLetter Convention gestoßen. Mir war sofort klar, da muss ich hin.

Ich wusste nicht, was mich erwartet. Bin da ganz blauäugig hingefahren und seitdem ist die LLC ein fester Termin in meinem Kalender. Das ist jetzt auch schon 4 Jahre her. In diesem Jahr wird es meine 5. LoveLetter Convention oder abgekürzt eben LLC.

Zusammen mit anderen Bloggern erzähle ich ein bisschen, was euch erwartet, was die LLC eigentlich ist. Aber ich warne euch, es könnte in Schwärmerei ausarten. Nicht umsonst nenne ich die LLC auch das jährliche Familientreffen. Ihr werdet sehen, dass es mit einem wirklichen Familientreffen ziemlich viel gemeinsam hat. Man lacht, man isst, man streitet sich. Es kommen die Verwandten, die man sonst eher seltener sieht. Manchmal ist das gut, manchmal eben schlecht. Der eine oder andere benimmt sich daneben. Wie bei einem richtigen Familientreffen eben.

Wann? Wo? Wie? Wer?

Die LLC findet einmal jährlich statt. Und zwar an einem Wochenende. Von 8 – 18 Uhr. Es gibt eine Webseite, auf der man sich alle Informationen dazu holen kann. Einfach mal hier klicken. Ihr habt die Möglichkeit, ein Ticket für Samstag, Sonntag oder beide Tage zu kaufen. Für Studenten gibt es eine Ermäßigung. Es gibt auch die Möglichkeit des Vorverkaufs. Da ist der Ticketpreis etwas günstiger.

Ich empfehle das Wochenendticket, denn nur da gibt es die prall gefüllte Conventiontasche. Dazu komme ich aber später noch. Wer nur am Samstag kommt, verpasst auch die große Signierstunde, die ist nämlich am Sonntag. Ihr seht also, das Wochenendticket lohnt sich. Lasst euch vom Preis nicht abschrecken. Ihr bekommt dafür so einiges geboten.

  • Lesungen
  • Panels
  • Blind Dates
  • Spiele
  • jede Menge Goodies
  • die Conventiontasche (nur im Wochenendticket enthalten)
  • Verlagsvorstellungen
  • Treffen mit Autoren
  • Fragestunden
  • Workshops
  • Bücherverkauf
  • Signierstunde

Das eine oder andere habe ich bestimmt vergessen. Hier habt ihr mal einen Auszug aus dem Plan der LLC 2017. Es ist wirklich für jeden was dabei. Die Entscheidung fällt mir jedes Jahr schwer. Welche Lesung? Welcher Autor? Interessiert mich ein Workshop? Heiß begehrt sind auch immer bestimmte Spiele.

Kennt ihr Stadt-Land-Fluss? Das wurde für die LLC etwas abgewandelt. Die Plätze sind bei dem Spiel immer heiß begehrt.

Nur mal als Beispiel: Bei einem Punkt wurde nach einem Ort für ein Schäferstündchen gefragt und Mila Summers hat das Quallenbecken vorgeschlagen. Jaaaa, was soll man beim Buchstaben Q sonst nehmen. Aber das Quallenbecken? Natürlich führte das zu einigen Lachern.

Oder ein Beispiel für einen Workshop. Manuela Inusa hatte gerade ihr Buch „Jane Austen bleibt zum Frühstück“ herausgebracht. In einem Workshop hat sie uns gezeigt, wie zu Jane Austens Zeiten Briefe geschrieben wurden. Z. B. zahlte das Porto da der Empfänger. Die Briefe wurden einfach jemandem mitgegeben, der sowieso dahin wollte und der Empfänger hat ihn dann bezahlt. Wäre eine Idee für die heutige Post. Vielleicht verschwinden dann nicht so viele Briefe. Die Briefe wurden kunstvoll gefalten und wirklich jedes freie Plätzchen darauf beschrieben.

Ich könnte hier noch so viel erzählen. Es gibt viele Lesungen, extra Signierstunden, die beteiligten Verlage stellen ihre neuen Programme vor, bei Blind Dates kann man seine Lieblingsautoren löchern, alles fragen, was man will. Autoren erzählen, wie ihre Bücher entstanden, wie sie auf die Idee dazu kamen. Lustige Begebenheiten werden erzählt, Schwierigkeiten und Katastrophen enthüllt.

Die LoveLetter Convention ist eben keine Buchmesse. Klar, es gibt Bücher. Jede Menge sogar. Aber das ganze Drumherum ist weniger eine Buchmesse, als ein großes Familientreffen. Neuankömmlinge werden liebevoll aufgenommen. Keiner fühlt sich allein. Ihr werdet immer Anschluss finden.

Kommen wir mal zum Organisatorischen

Ihr habt ein Ticket gekauft? Gut. Das bringt ihr bitte mit. Darauf steht eine Nummer, die ist sehr wichtig für den 1. Programmpunkt des Tages.

Die Security – allen voran unser LLC-Liebling Mario – lässt uns nämlich früh morgens gleich anstehen. In Dreierreihen. Das sorgt immer für einige Lacher. Irgendwer steht immer falsch. Irgendwer findet immer seine Reihe nicht. Das gibt uns Zeit für die ersten Hallos, die ersten Umarmungen, die ersten „du bist auch wieder da“. In kleinen Grüppchen werden wir dann zum Einlass geschleust. Dort zeigt jeder sein Ticket vor. Dafür gibt es dann das Namensschildchen und es geht weiter. Zur Taschenausgabe.

Auf dem Weg dahin kommt man an einem Tisch vorbei, auf dem der Katalog liegt. Unbedingt mitnehmen. Den bekommt ihr nirgendwo anders. Darin wird jeder anwesende Autor vorgestellt. Es liegen auch Pläne des Veranstaltungsortes aus, damit jeder weiß, wann er wo hin muss. In diesem Jahr wird das besonders wichtig sein. Es gibt nämlich eine neue Location. Das Cafe Moskau in der Karl-Marx-Allee 34.

Und dann hält man sie endlich in den Händen. Die Conventiontasche. Jedes Jahr hat sie eine andere Farbe, sie ist aber immer prall gefüllt. Ein Buch und jede Menge Goodies. Es gab schon viel: Blöcke, Lesezeichen, Leseproben, Regenschirme, Fächer, Kugelschreiber, Lippenstifte, Kerzen …

Sie machen sich gut in meinem neuen Regal.

Jedes Jahr lackiere ich mir meine Nägel passend zur Taschenfarbe. Manchmal ist das ziemlich aufwendig. Nach dem Magenta musste ich lange suchen und als sie schwarz/silber war, habe ich mich zum ersten Mal an 2farbigem Lack probiert.

Jetzt seid ihr also mittendrin. Ihr habt eure Tasche und euer Name ist für alle sichtbar. Jetzt könnt ihr euch ins Getümmel stürzen

Es gibt den Good Morning Coffee. Einfach einen Kaffee holen und umschauen. Hier stehen Autoren, Blogger, Leser, Verlagsmitarbeiter, Neulinge, Profis. Sprecht sie einfach alle an. Das ist so gewollt. Ein Autor da, dem ihr schon lange Mal Hallo sagen wolltet? Macht es einfach. Traut euch. Holt euch ein Autogramm. Viele machen das auf der Tasche. Ich empfehle dazu einen Edding 400. Wenn ihr nach Hause fahrt, habt ihr eine einzigartige Tasche mit den Autogrammen aller eurer Lieblinge.

Habt ihr euch einen Programmpunkt ausgesucht? Genießt es. Wollt ihr einfach so durch die Gegend wandern? Auch gut. Manchmal sitze ich einfach so rum und schaue mir das Treiben an. Irgendwer findet sich immer zum Quatschen. Es kann sein, dass plötzlich jemand neben euch sitzt und ihr denkt, ist das nicht? Ja, er könnte es sein.

Die Liste der Autoren in diesem Jahr ist lang. 70 sollen es wohl sein. Ich persönlich freue mich ja ganz besonders auf Montana C. Drake. Mit ihr verbinde ich meine allererste LLC. Nalini Singh habe ich schon auf der LLC getroffen. Kristina Günak und Stefanie Ross gehören einfach zur LLC und in diesem Jahr sind sie endlich wieder dabei. Kerrelyn Sparks wird dieses Jahr dabei sein. Da schlägt mein Herz schon ganz aufgeregt.

Habe ich euch neugierig gemacht? Dann haue ich jetzt das Highlight des Wochenendes raus.

Die Signierstunde

Jeder Autor bringt seine Bücher mit. Das sind jede Menge. Und sie signieren sie für euch. Einfach so.

Natürlich gibt es auch hierfür einen Plan. Ich muss sagen, die Organisation ist jedes Jahr top. Der Ablauf ist auch für die Signierstunde wieder geregelt. Wollt ihr es wissen?

Erst einmal heißt es wieder anstehen. Und ihr ahnt es schon. In Dreierreihen. Für jede Reihe im Raum, gibt es eine Reihe zum Anstehen. Grüppchenweise wird man in den Raum gelassen. Es gibt 3 Tickets. Für jedes Ticket darf man sich ein Buch holen. Dann heißt es wieder neu anstellen. Für die nächste Runde.

Foto: Mandy Klötzer Photography

Hast du einen Lieblingsautor? Willst du ein Buch ganz unbedingt? Dann solltest du dich zuerst in dieser Reihe anstellen. Wenn die Bücher weg sind, sind sie weg.

In den letzten Jahren hat die Signierstunde manchmal für etwas Ärger gesorgt. Die Bücher gibt es kostenlos. Das lässt einige ihre guten Manieren vergessen. Die Bücher werden dann weiterverkauft. Ein no go finde ich.

Klar, ich fahre auch immer mit reichlich Lesestoff nach Hause. Ehrlich, wer würde da nein sagen. Aber ich weiß mich zu benehmen. Die Versuchung ist da ziemlich groß.

Das Anstehen zur Signierstunde finde ich eigentlich immer lustig. Manchmal gibt es kleine Spiele. Als es so heiß war, wurde Wasser verteilt. In einem Jahr gab es saure Gurken aus dem Fass, passend zu einem Buch. Mit der Security werden Scherze gemacht. Man kann quatschen oder einfach nur ein Buch lesen.

Tja, jetzt ist es doch ein ziemlich langer Text geworden. Ich sollte euch die LLC näherbringen. Das ist mir hoffentlich gelungen. Ich liebe diese Veranstaltung. Habe ich was vergessen? Habt ihr noch Fragen? Schreibt mir einfach.

Sehen wir uns in Berlin?

10 thoughts on “Love Letter – kann man das lesen?”

  1. Hallo Heike,

    ein toller Beitrag und ich freue mich sehr auf unser Wiedersehen in Berlin.

    Die Sache mit dem Anschluss finden hat mit euch super funktioniert. Die entstandenen Freundschaften (vor allem mit dir und Brina) möchte ich nicht missen.

    Liebe Grüße
    Nicole

  2. Meine liebe Heike,

    du hast hier einen wundervollen Beitrag geschrieben und gestaltet. Man findet sich in diesem Beitrag auf alle Fälle wieder und die Vorfreut auf den Juni wächst damit nur noch Stärker. Dann kann ich euch wenigstens alle wieder in die Arme schließen.

    Deine Brina

  3. Hallo Heike,
    Danke für den wundervollen Beitrag. Ich habe dieses Jahr das erste Mal ein Wochenendticket für die LLC und schwanke im Moment zwischen Vorfreude und Angst. Dein Satz, dass man immer Anschluss findet hat mir auf jeden Fall ein bisschen die Sorge genommen. Ich hoffe, dass ich das auch schaffe.
    Die Empfehlung mit dem Edding habe ich mir gleich notiert. Eine Tasche voller Autogramme hört sich nach einem wunderbaren Erinnerungsstück an.
    Hab eine schöne Woche!
    LG
    Yvonne

    1. Hallo Yvonne.

      Ich hoffe, die LLC gefällt dir. Du wirst bestimmt nicht lange allein bleiben. Irgendwer findet sich immer zum quatschen. Und falls du dich doch alleine fühlst, sprich mich ruhig an.
      Liebe Grüße, wir sehen uns in Berlin.

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