Wo sind all die Buchblogs hin?

Auf meinem Blog war es in letzter Zeit ziemlich ruhig. Ich hatte privat etwas Stress und da blieb das Bloggen auf der Strecke. Man muss eben Prioritäten setzen. Das heißt aber nicht, dass ich die Bloggerwelt aus den Augen verloren habe. Aber da passiert momentan so einiges, dass mir nicht gefällt.

… unsere Meinung aber auch

Einige scheinen das aber zu vergessen. Genauso, wie ihre gute Erziehung.

Leider verschwinden immer mehr Blogs. Und das nicht, weil nicht mehr gebloggt werden möchte oder weil die Lust am Lesen verschwindet. NEIN … Viele Blogger hören auf, weil einige wenige sich als DIE Meinung aufspielen und keine andere daneben gelten lassen. Und das wird manchmal ganz schön fies.

Was, dir gefällt das Buch nicht? Wumm … und es wird draufgehauen.

Du magst den Autor nicht? Wumm … wieder ein Schlag unter die Gürtellinie.

Das lässt sich beliebig fortsetzen. Der eine mag das Buch – der andere nicht. Der eine mag den Autor – der andere nicht. So ist das nun mal. Nicht alle können alles mögen oder nicht mögen.

Müssen wir denn alle der gleichen Meinung sein?

Die Antwort dazu ist ganz einfach und in diesem Fall gibt es wirklich keine andere Meinung als diese.

NEIN. Die Antwort ist immer und immer wieder NEIN. Es gibt ein Recht auf Meinungsfreiheit. Ein Recht, das ziemlich hart erkämpft wurde. Warum wird es denn dann so mit Füßen getreten?

Leute, was denkt ihr euch eigentlich?

Ich habe mit dem Bloggen angefangen, weil ich Bücher liebe. Weil ich es liebe, sie zu lesen, darüber zu sprechen, sie zu empfehlen, mich mit anderen auszutauschen und weil alle Blogger, die ich traf, wirklich nett waren.

Und jetzt …

Jetzt gibt es so einen Kleinkrieg. Der Ton in den sozialen Medien ist rauer geworden. Das verdirbt vielen den Spaß am Bloggen und sie geben ihr Hobby auf. Muss das sein? Wollen wir nicht alle das Gleiche?

Ist euch aufgefallen, wie in letzter Zeit mit Büchern umgegangen wird?

Ich liebe Bücher. Je mehr um so besser. Ich lese alles, was mir in die Finger kommt und lege mich da auch nicht auf ein Genre fest.

Nach dem Lesen werden die Bücher meistens weggegeben – verschenkt, verkauft, verlost – einige wenige bleiben bei mir.

Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Ich liebe Bücher.

Darum tut es mir oft in der Seele weh, wenn ich sehe, wie einige mit Büchern umgehen. Und da meine ich nicht die Eselsohren – aua – oder die Leserillen, die Kaffeeflecken oder das unfreiwillige Bad.

Was meint sie denn dann?

Ich meine die, die ein Cover nieder machen, nur weil es nicht ihren Erwartungen entspricht, die Bücher für ein Foto in eine Toilette legen, weil sie ihnen nicht gefallen haben, denen der Preis von 30 € zu hoch ist und die sogar über einen Preis für das E-Book von knapp 3 € lautstark meckern, die Autoren angehen, weil sie nicht schnell genug schreiben, das Ende nicht ihren Erwartungen entspricht oder der Prota nicht das macht, was man will …

Diese Liste kann ich noch unendlich länger ausführen. In dieses Thema könnte ich mich richtig reinsteigern. Eine Antwort auf das WARUM werde ich aber wohl nicht bekommen. Also werde ich einmal tief durchatmen, mir ein Buch nehmen, alles ausblenden und abtauchen. Ich werde weiter meine Bücher lesen, Autoren unterstützen und mich mit anderen Bloggern austauschen.

Wenn wir uns dem Drama nicht anschließen, vielleicht fällt der Blick auf social Media dann mehr auf die, die sich benehmen können.

Zum Abschluss habe ich noch eine Frage:

Würdet ihr euch auch so benehmen, wenn ihr dem Objekt eurer Taten gegenübersteht? Wenn ihr selbst all diese Bücher schreiben müsstet? Wenn es euer Geld und euer Herzblut wäre, dass in diesen Büchern steckt?

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