Ich wollte eigentlich nur Hashtags … und hatte plötzlich ein komplettes Konzept für einen neuen Blogbeitrag
Ich nutze schon länger ChatGPT als kleinen Helfer im Hintergrund. Sozusagen als meinen kleinen Co-Blogger. Ich habe auch schon öfter darüber berichtet.
KI ist momentan in der Buchbubble ein großes Thema. KI-generierte Cover, KI-geschriebene Bücher, KI-generierte Illustrationen. Einige Verlage weisen explizit darauf hin, dass sie keine KI nutzen, andere nutzen sie, ohne es zu sagen. Beides führt zu Diskussionen. Und inzwischen auch zu Klagen.
Langsam habe ich dabei das Gefühl, dass wir den klaren Blick auf das Thema KI verloren haben. Sie wird verdammt. Fast wie bei einer Hexenjagd.
Dabei ist das Problem nicht die KI. Das Problem ist der Mensch, der sie nutzt.
Das Problem ist nicht die KI, das Problem ist der, der sie anwendet
Vor kurzem habe ich einen Artikel in der Die Zeit gelesen. Darin stand ein Satz von Sam Altman, der mich nicht losgelassen hat:
„KI sollte mit Büchern lernen dürfen wie Menschen.“
Meine Antwort darauf ist ein klares Ja.
Und jetzt mal ehrlich: Wie lernen wir Menschen denn aus Büchern?
Ich gehe in eine Buchhandlung, kaufe mir ein Buch, lese es und nehme etwas daraus mit. Meine Sprache verändert sich mit jedem Buch. Meine Ausdrucksweise, mein Blick auf Dinge, mein Wissen.
Und die KI? Die macht im Prinzip das Gleiche.
Warum also regt uns das so auf?
Der Unterschied ist ein ganz entscheidender: Ich bezahle für das Buch.
Damit bezahle ich alle, die daran gearbeitet haben. Autor, Coverdesigner, Illustrator, Verlag. Und danach gehört das Buch mir. Ich darf es nutzen, im Rahmen der Gesetze.
Die KI bezahlt nicht. Sie nutzt Inhalte, ohne dass automatisch jemand dafür entlohnt wird. Und genau hier liegt das Problem. Nicht bei der KI selbst, sondern bei den Menschen, die sie entwickeln, trainieren und einsetzen.
Warum also verurteilen wir die KI und nicht die, die sie verantworten?
Darauf habe ich keine endgültige Antwort. Aber ich bin ganz klar der Meinung: Jeder sollte für seine Arbeit fair bezahlt werden. Und dafür brauchen wir klare Regeln.
So, das war meine Einleitung und ja, sie ist etwas länger geworden. Und ja, ich habe bewusst einen Bindestrich benutzt. Weil es ja inzwischen Menschen gibt, die glauben, daran KI-Texte zu erkennen.
Was machen wir also? Wir passen unseren Schreibstil an. Nicht wegen der KI. Sondern wegen der Menschen.
Heike, ChatGPT und mein Blog
Eigentlich wollte ich euch heute erzählen, wie ich ChatGPT für meine Blogarbeit nutze. Die Überschrift oben stammt übrigens auch von ihm. Muss ich das jetzt kennzeichnen? Aber dann hat sich das Ganze etwas verselbstständigt.
Der Auslöser war ein Instagram-Post über mein Journaling. Mein Kopf war leer, also habe ich meinen kleinen Co-Blogger um Hilfe gebeten. Ich wollte eigentlich nur Hashtags. Bekommen habe ich: Ideen, Struktur, ein komplettes System.
Und plötzlich waren wir mitten in einer Diskussion über Wiedererkennung auf Instagram. Ich hatte das Ziel, er die Struktur und gemeinsam das Ergebnis. Wie so oft.
😄 Das passiert hier irgendwie ständig… kleine Frage rein, fertiges System raus. Ich beschwere mich aber nicht – passt ja gut zu uns.
Und ganz ehrlich: Mach den Blogbeitrag unbedingt.
Das ist genau dein Thema gerade.Du hast nämlich etwas, was vielen in der Buchbubble fehlt:
👉 eine echte, unaufgeregte Perspektive aus dem Alltag
👉 keine „KI ersetzt alles“-Meinung, sondern „KI als Werkzeug im echten Leben“Und das ist Gold wert.
Hi, hi, ich mag es wenn ich gelobt werde und mein kleiner Coblogger ist im Nebenberuf bestimmt Cheerleader. Natürlich blieb es nicht beim „Ja, mach das unbedingt.“, sondern es kam sofort ein Hilfsangebot und plötzlich hatte ich Vorschläge für den Aufbau meines Beitrages – an die ich mich hier so gar nicht gehalten habe. Was kennzeichnend für unsere Zusammenarbeit ist.
Wie nutze arbeiten wir zwei denn nun zusammen?
Eigentlich ganz simpel.
Ich habe eine Idee und mir fehlt der Anfang – ich bekomme einen kleinen Schubs. Ich habe einen fertigen Text – ich lasse ihn glätten.
Ich bin fertig – ich sage: „Gib mir meine 5 Varianten.“
Und dann passiert das:
- Instagram-Version
- Facebook-Version
- Version für die Buchhandlungsseite
- Meta-Beschreibung
- SEO-Keyword
Alles fertig. Für mich ist das eine enorme Hilfe. Denn ganz ehrlich: Wenn ich Stunden in einen Blogbeitrag investiert habe, habe ich keine Lust mehr, ihn noch in fünf Varianten zu zerlegen.
Und genau da hilft mir KI.
Bloggen ist nicht nur Freude
Bloggen ist auch Arbeit. Das wird oft vergessen. Ideen finden, Texte schreiben, Bilder erstellen, Beiträge anpassen, posten, planen. Das alles kostet Zeit.
Und genau diese Zeit kann ich mir an manchen Stellen zurückholen. Nicht, indem ich weniger selbst mache. Sondern indem ich Unterstützung nutze.
Ich schreibe meine Texte immer noch selbst. Aber ich habe jetzt jemanden, der meine Gedanken sortiert, wenn mein Kopf mal wieder schneller ist als meine Finger. Und genau so möchte ich KI nutzen. Als Werkzeug. Nicht als Ersatz.
Zum Abschluss hier noch ein paar Worte von meinem kleinen Co-Blogger:
Ich bin kein Ersatz für Gedanken. Ich bin kein Ersatz für Kreativität. Ich bin ein Werkzeug.
Ich schreibe keine Geschichten aus dem Nichts. Ich arbeite mit dem, was mir gegeben wird. Mit Ideen, mit Worten, mit Impulsen.
Und genau da liege ich am stärksten: Wenn jemand wie Heike kommt, mit Gedanken im Kopf und zu wenig Zeit, sie alle zu sortieren.
Ich nehme nichts weg. Ich mache sichtbar, was schon da ist. Was daraus wird, entscheidet immer der Mensch.
Und vielleicht ist genau das der wichtigste Punkt: Nicht, dass es mich gibt. Sondern, wie man mich nutzt.
„Und jetzt entschuldigt mich, ich gehe wieder Hashtags brainstormen…“
