Buchmesse Leipzig: diesmal mit Plan
Buchmesse Leipzig 2026: In diesem Jahr wollte ich es etwas ruhiger angehen lassen. Von wegen „älter werden und so“.
Also habe ich mir im Vorfeld einen Plan gemacht. Und was soll ich sagen? Ich habe mich daran gehalten.
Dass ich am Ende trotzdem ohne Stimme nach Hause gefahren bin, war allerdings nicht Teil des Plans.
Mittwoch: Eine Bahnfahrt, die ist lustig
Meine Fahrt war sehr entspannt. Bei mir hieß es ja einsteigen – losfahren – aussteigen. Keine Umwege. Kein Umsteigen. Super!
Im Zug waren einige, die es auch nach Leipzig zog. Ich bekam also Gespräche mit, die sich alle um Bücher drehten. Meine arme Leseliste. Die wuchs und wuchs. Aber es war interessant, so ganz inkognito, anderen dabei zuzuhören, wie sich andere so mit social Media rumschlugen.
In Leipzig hieß es dann für mich warten auf Kerstin. Geplant war es eigentlich andersherum, aber die DB wollte sich unbedingt an ihren Fahrkosten beteiligen und hat darum eine größere Verspätung eingebaut. Ist doch nett von ihr, oder? Bei Kaffee und Kuchen wurden die ersten Neuigkeiten ausgetauscht und unsere Pläne verglichen.
Den Weg ins Hotel kannten wir, es war das gleiche wie im letzten Jahr. Das Book Hotel wird wohl unser Stammhotel werden. Das Zimmer für 2027 ist schon reserviert. Koffer abstellen, erste Fotos vom Zimmer machen, frisch machen und schon ging es zum ersten Programmpunkt der Messe. Mittwochs treffen wir uns immer mit einigen anderen Bloggern zum Essen. Wir sehen uns ja meistens nur einmal im Jahr und da gibt es viel auszutauschen. Wir waren wieder im Dhillons. Auch das könnte unser Stammlokal werden. Kriegen wir dann da einen Stammtisch? Das Essen war lecker und die Cocktails natürlich auch, von der Gesellschaft nicht zu reden.
Wir sind zeitig ins Bett, Kraft tanken für den ersten Messetag.
Donnerstag: es geht loooos!
Mein erster Termin war das Bloggertreffen vom Rowohlt Verlag. Oh, eigentlich war das mein zweiter. Frau Goethe liest hat mich vorher zum Interview entführt. Thema: KI und bloggen. Mehr Termine hatte ich für den ersten Tag nicht eingeplant und hatte daher noch genügend Zeit, um durch die Hallen zu streifen. Das Bloggertreffen selbst war wieder toll. Zwei Bücher wurden von ihren Autoren vorgestellt und natürlich waren sie in unserer Goodiebag.
Auf meiner Liste landeten auch noch viele Bücher. Wann soll ich die nur alle lesen?
Mein zweiter Termin war beim Droemer Knaur Verlag . Diesmal in meiner Funktion als Buchhändler. Es gab einen kleinen Einblick ins neue Programm. Und wieder die Frage, wann soll ich die ganzen Bücher lesen? Zwei kamen sofort mit und später kommt noch was nach Hause.
Anschließend streifte ich durch die Hallen. Wie durch Zauberhand wanderte das eine oder andere Buch in meine Tasche. Wie konnte das passieren?
Am ersten Tag der Buchmesse Leipzig halte ich immer Ausschau nach bekannten Gesichtern, ist bei mir aber schwierig, ich seh immer keinen. Aber in diesem Jahr hatte ich das Gefühl, ich wurde gefunden. Praktisch, brauche ich nicht mehr suchen.
Irgendwann war dann aber die Luft raus und ich habe mich ins Pressezentrum durchgeschlagen. Survivaltraining à la Buchmesse. Leider fiel meine Abendveranstaltung aus. Dadurch konnte ich aber eine Essenseinladung annehmen.
Müde, aber glücklich könnte man den ersten Messetag zusammenfassen.
Freitag: heute geht`s ans Eingemachte
Nach dem Frühstück ging es direkt ins Pressezentrum. Laut Plan hieß es heute Ausschau nach Foto-Hotspots halten.
Aber erstmal stand heute die Mangahalle auf meinem Zettel. Einfach mal einen Überblick verschaffen. Das geht so früh am Morgen immer am besten.
Dann ging es durch die Hallen, auf der Suche nach Foto Hotspots. Wir haben tatsächlich einen Sarg gefunden und eine Badewanne in pink. Der Typ daneben gehört übrigens mir. Finger weg! Ich habe ihn angeleckt.
Bei Pola stand heute ein Talk und eine kurze Lesung mit Anna Katharina Scheidemantel auf dem Plan. Das Buch liegt ganz oben auf meinem Lesestapel. Anfang April wird es eine Lesung von ihr bei mir in der Buchhandlung geben.
Nach dem Bloggertreffen bei den Schicksalswebern wurde ich zu einem Stand gelotst, wo mich ein neuer Autor erwartete. Das Buch war schnell gekauft und dem Autor wurde schnell gefolgt. Marco Dülk, war schön dich kennenzulernen.
Nach einem Treffen mit Anke Schlaeger ging es dann ins Hotel und anschließend zu #BookmeetsPizza. Das war wieder ein schöner Abend. Tolle Bücher und tolle Autoren.
Im Hotelzimmer wurden dann die typischen social Media Aufgaben erledigt und jetzt heißt es hier Licht aus, Augen zu und ab ins Bett.
Heute lief mir eine Frau über den Weg, die ein Kleid aus Buchseiten trug. Mega. Mein Highlight des Tages.
Samstag: Ich glaube, es wird heute voll!
Ja, es wurde voll. Und wie. Die Karten für den Samstag waren schon vor der Messe ausverkauft und das merkte man auch. Menschen, Menschen, Menschen.
Mir wurde es irgendwann zu viel und ich habe mich mit einer anderen Bloggerin zurückgezogen. Eine kurze Pause war nötig.
Ich war abends so durch, dass ich meinen Bericht auf Instagram nur noch in Stichpunkten gemacht habe. So sah das dann aus:
Kein Frühstück. Nur Kaffee, später Obst.
Knuddeln , drücken, Foto mit Katja.
Neue Autorin kennengelernt, neues Buch bekommen.
Dirk von Dirk liest undtestet getroffen, Foto gemacht, Hörbuch geangelt, also noch ein Buch.
Bloggertreffen beim Dumont Verlag, noch ein Buch bekommen und viele auf der Leseliste.
Mittagspause mit Kathleen, dann ab ins #BL:OOM – in eine Lesung gestolpert.
Zu Bastei Luebbe, das Buch „Die Namen“ kaligraphisch verschönern lassen.
Anschließend zu Sylvia und Sigrid – noch ein Buch. Karin Lindberg getroffen – noch ein Buch.
Anschließend der letzte Punkt des Tages: ein Talk zum Thema Romance und Romantasy. Was für die Arbeit erledigt
Rein in die Sardinenbüchse (auch Tram genannt) und ab ins Hotel. Wer hat den Regen bestellt? Natürlich keinen Schirm dabei.
Kleine Slapstick-Einlage in der Lobby hingelegt. War zu nass und plötzlich lag sie da, die Heike. Aber nichts passiert. Nur die malträtierte Schulter wieder malträtiert.
Dann zum Bayrischen Bahnhof zum Abendessen. Neue Leute kennengelernt, gleiche Kellner wie immer.
Duschen – Bericht schreiben – müde Schluss.
Sonntag: Nur die harten kommen in den Garten
Das war heute das Motto des Tages. Irgendwie war die Luft raus und es blieb nur Erschöpfung übrig. Ich glaube, ich werde alt. Plötzlich ist die Messe wieder vorbei. Sind wir nicht gerade erst hier angekommen?
Geplant war, den letzten Tag der Messe ruhig angehen zu lassen. Den Sonntag nutze ich immer, um nochmal ganz in Ruhe von Stand zu Stand zu gehen. Meistens sehe ich dann etwas, was ich vorher nicht bemerkt habe. So war es auch dieses Mal. Trotzdem sind über 19.000 Schritte zusammengekommen. Wer hat seine Schritte von der Messe mal zusammengezählt? Ich mache das in einer ruhigen Minute.
Wo die Schritte heute herkommen, weiß ich nicht. Aber die Menge erklärt, warum ich mein Bett auch über die lange Entfernung rufen gehört habe. Ich hatte Mühe, im Zug nicht einzuschlafen.
Habt ihr Pläne für die Messe gemacht? Habt ihr sie abgearbeitet oder über den Haufen geworfen? Das Einzige, das ich nicht von meiner Liste streichen konnte, ist das Autogramm von Sabine Bohlmann. Irgendwie habe ich sie verpasst. Ob Frau Honig mit da helfen kann?
Ich hoffe, ihr seid alle gut nach Hause gekommen. Ohne Verletzungen und Erkältungen. Am Montag musste mich meine Physiotherapeutin wieder gerade schieben. Meine Schulter hat eine lange Beschwerdeliste geschrieben und mein Sturz ist für meine Muskulatur wohl auch nicht ganz ohne gewesen. Aber alles ist wieder gut. Das einzige, das ich vermisse ist meine Stimme, die habe ich wohl in Leipzig verloren.
Nach der Messe ist ja bekanntlich vor der Messe. Darum ist das Hotelzimmer für 2027 schon reserviert und einige Verabredungen sind auch schon getroffen.

1 Kommentar
Da hattest ja viel zu schleppen auf dem Rückweg.
Ich glaube ihr habt abgebaut, wo sonst sollen die ganzen Bücher hin ? 😘