Leipziger Buchmesse 2019- Bloggersessions

Ich schulde euch ja immer noch den Beitrag über die Bloggersessions der Leipziger Buchmesse. Zu meiner Verteidigung – ich habe es einfach vergessen. Bin ja auch schon was älter, da macht das Gedächtnis nicht mehr, was es soll. Aber hier ist er endlich. Vorsicht! Ist etwas länger geworden.

Sonntags heißt es auf der Leipziger Buchmesse immer – zuhören. Wir sind ja hier schließlich nicht zu unserem Vergnügen. Wir sollen ja auch was lernen. Bloggersessions heißt das dann. Großer Raum. Viele Stühle. Ab und zu ein Tisch. Vorne eine kleine Bühne mit großem Tisch, ein paar Stühlen und einem großen Bildschirm im Hintergrund. Fertig. Schon kann es losgehen.

Programm #bloggersessions

In diesem Jahr waren recht interessante Punkte dabei. Mal sehen, was mein Notizbuch so hergibt.

Rezensionen und Blog monetarisieren

Schon der 1. Programmpunkt hat mich neugierig gemacht, obwohl wir erst eine Weile überlegt haben, ob das Wort „monetarisieren“ so richtig ist. Aber Google weiß alles.    

Bin ich Blogger oder Influencer? Eine Frage, die ich mir eigentlich nie so gestellt habe. Warum auch? Aber so wie es scheint, redet man jetzt wohl eher von Influencer. Auf gut Deutsch ist ein Influencer ein Beeinflusser, ein Meinungsmacher. Hört sich irgendwie schräg an. Ich will niemanden beeinflussen. Können wir also bitte beim guten alten Blogger bleiben? Danke.

Bei diesem Programmpunkt ging es hauptsächlich um Influencer Marketing, die Zusammenarbeit mit Verlagen, die Glaubwürdigkeit der Blogger und die Frage, wie die Aufmerksamkeit auf die Bücher gelenkt werden kann.

Ich finde es immer schwieriger, die Leute auf meinen Blog zu locken. Sorry, hört sich blöd an, aber ein anderes Wort für locken fiel mir nicht ein. Das meiste scheint sich auf Facebook und Co. abzuspielen. Wo seid ihr denn so unterwegs? Blog? Facebook? Instagram?

Ich persönlich habe das Gefühl, dass das Interesse an Blogs abnimmt. Eine Erklärung habe ich dafür noch nicht gefunden. Vielleicht habt ihr ja eine Meinung dazu.

Einiges war hier interessant, aber ich hatte zunehmend das Gefühl, es artet in eine Werbeveranstaltung für die neue Plattform „Mojoreads“ aus. Der Meinung war leider nicht nur ich.

Das Ende der Blogs? Rezensionen auf den Social-Media-Kanälen

Auf diesen Punkt war ich besonders neugierig. Wie schon gesagt, lässt die Reichweite bei Blogs irgendwie nach. Der Trend scheint wohl Richtung Instagram zu gehen. Die Blogger machen komplizierte, aber wunderschöne Fotos, ein paar Worte dazu und zack – Reichweite. So ist jedenfalls mein Gefühl.

Ist der Blog ein Auslaufmodel?

Das habe ich mich hier gefragt. Ist er das? Ich fände das wirklich schade. Auf dem Blog kann man Dinge machen, die auf Instagram oder Facebook eben nicht gehen.

Ich persönlich stehe mit den tollen stylischen Fotos etwas auf Kriegsfuß. Ich bin dabei, es für mich zu probieren. Mit mäßigem Erfolg. Auf Instagram kann alles schön gezeigt werden, aber das textliche hat Grenzen. Von Twitter wollen wir da gar nicht reden.

Eine Rezension auf Instagram? Mache ich auch. Persönlich finde ich aber die auf den Blogs schöner. Man will ja auch was fürs Auge. Einige stellen bei Instagram ein Foto und den Link zum Blog rein. Das kann ja auch nicht das Wahre sein.

Ich denke, die Kombination von beidem wäre am besten. Alles schön auf dem Blog und Social Media für den Austausch, für die kurze Mitteilung oder schöne Fotos. Wenn ich den Link zu einem Blogbeitrag auf meiner Seite auf Facebook zeige, kommen darunter viele Reaktionen, auf dem Blog selbst bleiben sie aus. Ich habe mich damit arrangiert und freue mich über jeden Kommentar, der seinen Weg auf den Blog findet. Deswegen aufhören? Auf keinen Fall …

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

Blog 4.0 – Die geheimen Superkräfte deines Blogs

Mein Blog hat Superkräfte? Wow. Welche? Ich war neugierig.

Ich habe mir hier ein paar Tipps erwartet, was ich machen kann, um … na ihr wisst schon … euch auf meinen Blog zu locken. Würde Schokolade helfen?  Spaß beiseite. Es wurden viele Punkte genannt, die ich für mich ausprobieren werde. Einige werden nicht funktionieren, das weiß ich schon vorher, aber andere haben Potential.

  • den eigenen Stil finden
  • sich mit Bloggern/Autoren/Verlagen vernetzen
  • regionale Präsenz zeigen
  • der Blog sollte ein ansprechendes Erscheinungsbild haben
  • kleine Kampagnen starten (Buchvorstellungen, Blogtouren, etc.)
  • Spezielle Themen finden

Schon vor der Messe habe ich begonnen, andere Themen auf meinem Blog zu haben. Ich nutze z. B. ein Bullet Journal und lasse meine Leser daran teilhaben. Auch zeige ich das Chaos, das ich so mit WordPress anrichten kann. Ich sage nur – Blogumzug.

Die Beispiele, die hier gezeigt wurden, fand ich cool und ziemlich interessant. Allerdings ist einiges davon für den „normalen“ Blogger nicht zu bewerkstelligen. Mit „normal“ meine ich die, die selbst und ohne technische Hilfe ihre Blogs organisieren. Man muss für die Umsetzung des Gezeigten schon Know-How haben, das der Laie mit Geld bezahlen muss, dass nicht vorhanden ist. Für die meisten ist das Bloggen ein Hobby. Ich könnte es jedenfalls nicht umsetzen. Ohne Hilfe.

Der Raum hat sich ziemlich schnell gefüllt.

Das darfst du nicht, oder doch? Recht für Blogger

Persönlichkeits- und Äußerungsrecht – Datenschutz – Wettbewerbsrecht – Urheberrecht – DSGVO – Impressum – Quellenangaben – SSL-Verschlüsselung – Cookie Opt-In – Auftragsverarbeitung ….

Klingeln euch auch die Ohren? Mein Stift konnte gar nicht so schnell mitschreiben, wie die Worte geflogen kamen. Für Blogger ist das ein heiß diskutiertes Thema. Leider haben einige Blogger mit Inkrafttreten der DSGVO ihr Hobby aufgegeben. Das finde ich sehr schade. Ich finde ja, es ist machbar. Man muss sich kümmern und es steckt auch einiges an Arbeit drin, aber es ist wirklich machbar. Ich würde nicht sagen, ich habe alles 100 prozentig hinbekommen, aber alles, was mir möglich war, habe ich gemacht. Das sollte genügen.

Das ist wirklich ein wichtiges Thema, was auch an den vielen Zuhörern zu merken war. Es gibt aber auch hier 2 Lager. Die einen, die sich kümmern und versuchen alles so gut wie möglich umzusetzen und die anderen, die sich so überhaupt nicht darum kümmern. Es sind leider immer noch sehr viele Blogs ohne SSL-Verschlüsselung unterwegs.

Vielleicht sollte ich zu diesem Thema einen eigenen Beitrag machen. Würde es euch interessieren, was ich dafür auf meinem Blog getan habe?

Blogger auf der Leipziger Buchmesse

Hier ging es hauptsächlich darum, wie die Blogger in die Buchmesse eingebunden werden. Wir haben ja schon eine Bloggerlounge, können uns akkreditieren und die Bloggersessions sind auch sehr beliebt. Es gab aber noch den einen oder anderen Punkt, der besprochen wurde, einige Vorschläge für das nächste Jahr und Wünsche, die geäußert wurden.

Ich bin gespannt, was davon wie umgesetzt wird.

Aus eins mach 10 – Kreative Themenfindung für Blogger

Vielleicht lag es daran, dass das der letzte Programmpunkt für mich war, aber irgendwie habe ich hier nichts Neues erfahren. Das meiste kannte ich schon aus dem letzten Jahr.

Wir sollen ein Alleinstellungsmerkmal für unseren Blog finden. Also etwas, dass uns besonders macht. Das wurde auch schon vorher erklärt.

Hintergrundinformationen zu unseren Themen zu finden, ist bei Büchern leicht, aber auch immer gleich. Autor, Verlag, Titel – was soll man sonst noch viel zu einem Buch schreiben. Die Rezension zeigt unsere Meinung, der Rest ist eigentlich überall zu finden.

Einen Mehrwert für meine Leser? Damit konnte ich nicht so viel anfangen. Vielleicht lag es auch daran, dass die Rednerin einen Blog für Spiele betreibt und sich sehr auf dieses Thema konzentrierte. Ein Spiel kann sie testen – das Buch habe ich gelesen. Was bringt das für einen Mehrwehrt. Auf unseren Blogs gibt es Buchvorstellungen, Autorenvorstellungen, Gewinnspiele und Blogtouren. Wir könnten die Bestsellerlisten zeigen, Verlagsvorschauen machen – aber wäre das ein Mehrwert für die Leser?

Also Word zeigt mir 1256 Worte. Ich habe euch ja gewarnt. Es wird ziemlich lang. Gab ja auch viel zu berichten. Wenn ihr auf der Leipziger Buchmesse seid, kann ich euch die Bloggersessens wirklich empfehlen. Es gibt viele Programmpunkte. Man kann im Vorfeld Vorschläge dazu machen. Wenn ihr was zu sagen habt, könnt ihr das auch im Vorfeld anmelden. Vielleicht sehen wir uns ja dann 2020 in Leipzig. Ihr auf der Bühne und ich im Publikum, mit Notizbuch und Stift

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